Von Kimberly Roberts
Wenn Sie im Internet nach Tipps zum Packen für Reisen suchen, werden Sie unzählige Artikel mit Titeln wie “Die 10 wichtigsten Dinge, die man mitnehmen sollte”, “Unverzichtbare Dinge, die jeder Reisende mit nach X nehmen sollte”, und “Die besten Dinge, die man nach X mitnehmen sollte.”

Ich habe jedoch festgestellt, dass es weitaus wichtiger ist, was man nicht mitnehmen sollte. Wir Menschen neigen oft dazu, vertraute Dinge mitzunehmen – ein kleines Stückchen Heimat. Ein Foto, einen Lieblingskissenbezug, unsere übliche Kaffeetasse. Was auch immer. Und genau darum geht es mir hier nicht.
Stattdessen habe ich bei meinen Reisen die Erfahrung gemacht, dass es viel besser läuft, wenn wir ein paar Dinge ZUHAUSE LASSEN, zum Beispiel:
“Dieses wahnsinnige Gefühl der Dringlichkeit” – Hey, du bist auf den Inseln, Mann! Hier geht’s ganz entspannt zu. Zeit und Leben verlaufen hier in einem anderen Tempo. Lass also diese ‘mentale To-do-Liste’ mit all den Dingen, die du erledigen willst, einfach mal beiseite und genieße die wunderschönen Playas (Strände), lass die einzigartige Geräuschkulisse aus Papageien, Wassertaxi-Motoren und Latino-Musik auf dich wirken und öffne dir ein Cerveza. Alles ist gut – es wird schon klappen – nur eben nach ‘Bocas-Zeit’. Versteh mich nicht falsch, wir werden hier durchaus aktiv werden – wenn es ein Notfall ist, weißt du, so ein echter, oder wenn jemandem das Eis für die Kühlbox ausgegangen ist!
“Warum machen ‘die’ es nicht so?” – dieser Drang, den wir alle haben, Lebensweisen zu vergleichen und gegenüberzustellen. Selbst in den USA vergleichen wir eine Region des Landes mit einer anderen – das machen wir alle. Hey, du bist aus einem bestimmten Grund nach Bocas del Toro gezogen: um eine andere Lebensweise zu genießen. Also nur zu: Achte darauf, was anders ist, stell Fragen und finde heraus, warum ‘die’ es ein bisschen anders machen – dann wirst du eine viel schönere Zeit haben, und ich garantiere dir: Du wirst hier wahrscheinlich auch eine Menge mehr Freunde finden!

“… Ganz wie zu Hause” – Das hier ist genauso tückisch. Es ist ein schlüpfriger Abhang, wenn man versucht, die Dinge so zu gestalten wie in Nordamerika. Das ist nicht der Grund, warum wir hierhergekommen sind. Wir sind hierhergekommen, weil es ANDERS ist als das, was wir zurückgelassen haben. Ich jedenfalls möchte, dass es so bleibt. Es ist alles eine Frage der Einstellung. Zum Beispiel, wenn man lieber in den ‘Gringo’-Läden einkauft als in den lokalen Geschäften, nur weil Letztere bequemer erscheinen. Oder wenn man die lokale Küche stets meidet und stattdessen auf das Vertraute setzt. Nun liebe ich einen tollen Burger wie kein anderer, aber ich liebe AUCH einen tollen Teller mit Reis, Bohnen und Patacones (stellt euch frittierte Kartoffeln vor – aber besser!). Probiert es aus – passt euch eurer Umgebung an – und ihr werdet überrascht sein, wie viele neue Dinge ihr in eurem Leben lieben werdet!
“Das ‘Igitt’…” – Das gehört einfach zum Abenteuer dazu, mein Freund. In deinem Leben in Bocas wirst du viele Dinge erleben, von denen du zu Hause NIEMALS zu träumen gewagt hättest, die aber auf den Inseln zum Alltag gehören. Zum Beispiel Milch in Kartons, die im Regal im Supermarkt statt im Kühlschrank steht, oder ungekühlte Eier (glaub mir – das hat seinen Grund), wirklich guter Wein aus der Box (wer hätte das gedacht?!), Obst und Gemüse mit kleinen Makeln und vieles mehr. Dann gibt es natürlich noch diese ‘Mitbewohner’, die wie Ameisen, Geckos und ja, auch Kakerlaken zu jedem Inselhaushalt gehören. Und zu guter Letzt: Das Toilettenpapier NICHT herunterzuspülen.
Wenn Sie diese Dinge zurücklassen und STATTdessen Folgendes einpacken: Ihre Abenteuerlust, Ihre Freude am Umgang mit Menschen und Ihre Neugier, wird Ihnen der Start in Ihrem neuen Zuhause in Bocas del Toro weitaus leichter fallen!

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Verfasst von: Kimberly Roberts, internationale Rednerin und Lifestyle-Strategin, ist die „Chief Rebel-rouser“ und Gründerin von Rebel Livin’. In ihren über 20 Jahren in der Unternehmensführung hat sie zu viele Menschen gesehen, die ihr Leben nur mechanisch absabbelten, und so hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, andere dazu zu inspirieren, ihr ‘irgendwann einmal’ schon HEUTE zu leben! Zu ihren Abenteuern gehören ein gewähltes Amt im Alter von 16 Jahren, der Wechsel von der Festkönigin zur Soldatin, das Fahren eines CASCAR- und eines IndyLite-Rennwagens sowie ein Artikel in der „Vanity Fair“ – alles, um mit 90 noch coole Geschichten zu erzählen! Wenn sie nicht gerade anderen bei ihren Abenteuern hilft, twittert diese stolze Mutter unter @RebelLiveN und schreibt für HuffingtonPost.com.